Willkommen bei meinem liebsten Hobby. Unter anderem auch das Zeitraubendste und Kostspieligste. :-)
Vor dem Bau der PlutoX Laseranlage hatte ich eine viel kleinere gebaut, die, da ich mir in der technischen Umsetzung viel improvisatorischen Freiraum gelassen hatte, nicht sehr teuer gewesen ist. Sie war mit 2 Laserdioden (rot und grün) bestückt, die den eigentlichen Kostenhöhepunkt darstellten. Hier 4 Bilder von dieser ersten Anlage.
Zusätzlich zum Laser steuert die Elektronik durch den Computer sämtliche Lichteffekte und die normale Zimmerbeleuchtung im Raum. So ist eine Showprogrammierung mit simuliertem Stromausfall und andere interressante Effekte möglich.
Im Computerzimmer befinden sich folgende Effektgeräte:
- 16 mW Laseranlage
- Nebelmaschine
- Spiegelkugel
- Strahler mit Farbwechsler für
Spiegelkugel
- Strahler weis für Spiegelkugel
- 2 Schwarzlichtröhren
- 2 mW Lissajour - Laser
- 1700W Stroboskop
- Soundflower
- Plasmakugel
- 4-er Bar Par56-Strahler a 300W
Soviel zur Vorgeschichte...
Doch nun zu dem Projekt, das mich
soviel Geld gekostet hat, wie nichts anderes jemals zuvor:
Technik
Hier sieht man das unlackierte
Gehäuse, das ich anfertigte, noch bevor ich die Grundplatte zur Installation
der optischen Komponenten geliefert bekam. Die Strahler auf der Anlage
sind Gimmicks, die für die Show eingesetzt werden. Auf der rechten
Seite kann man schon den Not-Aus erkennen. Die Blitzleuchte auf dem Deckel
der Anlage wird durch Drücken des Not-Aus aktiviert. Bei Bedarf läßt
sich der Deckel für Justagearbeiten aufklappen und die Frontscheibe
entnehmen.
Auf diesem Bild läßt
sich sehr gut die Funktionsweise von Galvanometern erkennen. Der Galvo
in der Rückseite des Gehäuses lekt des Laserstrahl auf horizontaler
Ebene ab. Der Galvo rechts kümmert sich um die vertikale Auslenkung.
So kann der Strahl in jede Richtung abgelenkt werden. Die von mir verwendeten
Galvanometer sind in der Lage bei geringer Auslenkung von max 15° eine
Wiederholfrequenz von 150 Hz zu erreichen.
Hier sind die Grundplatte und der
Lüfter für den Argon Ionen Laser bereits eingebaut. Der grün-blaue
Laserstrahl, den diese Art von Laser erzeugt hat in diesem Fall eine Leistung
von etwa 150 mW, also die 10-fache Leistung meiner ersten Anlage.
Auf diesem Bild sind der Argon
Ionen Laser und die Helium Neon Laserröhre fertig montiert und für
die Ausrichtung der Laserstrahlen in Betrieb genommen worden. Die Gehäuseteile
sind bereits lackiert und die Löcher für weitere Komponenten
sind ausgesägt. Das Aluprofil an der Vorderseite der Grundplatte nimmt
später die Glasscheibe auf.
Diese beiden Bilder zeigen auf
eindrucksvolle Art die farbliche Trennung des Argon-Laserstrahls und die
Zusammenführung des blauen mit dem roten Strahl auf dem rechten Bild.
Es entsteht die Farbe lila. Der
grüne Strahl wird für diese Farbe nicht benötigt und wird
daher aufgefangen und ausgeblendet.
Diese Bild zeigt den komletten
laseremitierenden Teil der Anlage auf der extra für diese Anlage angefertigten
Halterung. Außer einer zum Test montierten Effektgitterscheibe sind
noch keine Lasereffekte montiert.
Die Rückansicht der Anlage:
von links nach rechts sieht man den Schalkasten mit herkömmlichen
Steckrelais (diese wurden inzwischen durch Solid State Relais ersetzt),
ein 13,8V 10A Netzteil für die Spannungsversorgung im Gehäuse,
den Hochspannungsgenerator für den Helium Neon Laser und das angeschlossene
Kabel des Argon Ionen Laserkopfes. Ganz rechts ist das Lüftungsgitter
des gewaltigen Lüfters zu sehen. Dieser ist leider noch sehr laut,
aber ich hoffe die Strömungsgeräusche noch in den Griff zu bekommen.
Die Innenansicht der noch nicht
fertigen Steuerung (inzwischen fertiggestellt). Auf der Rückplatte
sind sämtliche Laststromverteilungen zu sehen. Die 3 Steckdosen nach
aussen (blau) lassen sich vom Computer nach Bedarf ein und ausschalten.
Im Gehäuse sitzt von unten nach oben: Der Computer, die Signaldekodier
- und verarbeitungselektronik, das Kästchen zur Verstärkung von
Tastatur und Monitorsignalen (ermöglicht, diese Komponenten getrennt
vom Computer bis zu 180m Entfernung aufzustellen) und das Spannungswahlpannel
mit abschließbarem Not-Aus ganz oben. Inzwischen ist über dem
Elektronikgehäuse noch ein CD-Player (Computergesteuert) eingebaut.
In der fertigen Anlage sind insgesamt
9 Effekte eingebaut, von denen jeweils 2 mit verschiedenen Farben gleichzeitig
benutzt werden können. die Effekte von 1 - 9 sind:
- Strichgitter
- Kreuzgitter
- Kombi Strich - Kreuz
- Lissajour Effekt (auch als Spiraloskop
Effekt bekannt)
- Polygonscanner
- Hammerschlag - Effektscheibe
- Kreuzgitter
- Strichgitter
- Galvo-Scanner
Zum Schluß der Technik noch einige Daten:
Gewicht des gesamten Systems:
noch nicht bekannt aber über 120 Kg
Abmessungen der Laser - Unit:
( B x H x T ) 1230 x 380 x 800
Benötigerter Stellplatz:
( B x T ) 2,5m x 1,3m
Ausfahrbare Höhe max:
noch nicht getestet; 2,3m min
Laserleistung gesamt:
ca. 180 mW
Stromverbrauch Laseranlage:
ca 10A
Gesamtkosten inclusive PA:
über 23000 DM
Leistung PA
2 x 600W Sinus
Länge der Lasershow:
ca 15 min
Planungs und Bauzeit:
etwa 7 Monate
Effekte
Hier eine kleine Auswahl an Farb
- und Effektkombinationsmöglichkeiten
